1. Mannschaft / Pressebericht zum Spiel gg. Gärtringen / Südwest Presse!!

Höllische Nervenprobe

Fußball-Landesliga Die Spvgg Freudenstadt sammelt drei Punkte beim FC Gärtringen.


Angenehmes Fußballwetter und zum Einlauf der Mannschaften den Klassiker "Hells Bells" von AC/DC. Für die Zuschauer am Weingarten sah zu Beginn alles nach einem perfekten Sonntag aus - doch es wurde eine höllische Nervenprobe. Nach knapp 10 Minuten fing es an und hörte erst nach dem Schlusspfiff wieder auf: Der FC ließ eine Großchance nach der anderen liegen. In der zehnten Minute stand Timo Tropsch allein vor dem Tor von Spvgg-Torwart Johannes Günter, der den Schuss mit einem Reflex abwehren konnte. Sekunden später segelten gleich mehrere Gärtringer an einer Flanke von FC-Rechtsaußen Mosa El Arkoubi vorbei.


Faustabwehr von Günter


Nur wenige Minuten später wurde es dann wegen El Arkoubi wieder eng vor dem Freudenstädter Tor: Ein direkter Freistoß aus knapp 30 Meter setzte gefährlich auf und zwang Johannes Günter zur Faustabwehr. "Wir konnten heute gegen diese spielstarke Mannschaft nur mit viel Kampf bestehen", stellt der Freudenstädter Trainer klar. Doch dann die Überraschung: In der 28. Minute setzte sich Fabio Weimer auf der linken Seite gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und sorgte für Torgefahr.


Weimer spielte einen Doppelpass, der von Leutrim Goxhuli nur durch ein Handspiel gestoppt werden konnte - Elfmeter. Robert Ruoff verwandelte den Strafstoß zum 1:0 souverän ins linke Eck. Der FC Gärtringen machte trotzdem da weiter, wo er aufgehört hatte: Nach einem katastrophalen Fehlpass im Freudenstädter Aufbauspiel, nutzte El Arkoubi den Fehler zunächst gut aus und donnerte das Leder dann an den Pfosten. Wie so oft im Fußball rächt sich die schlechte Chancenverwertung direkt. Wieder war es Fabio Weimer, der die Nerven der Gärtringer Zuschauer zusätzlich strapazierte - mit einem Traumtor kurz vor der Halbzeit: Fabio Weimer schüttelte erst den Gegenspieler ab und knallte den Ball anschließend aus knapp 20 Metern unhaltbar unter die Querlatte.


In der zweiten Hälfte war das intensive Spiel dann noch deutlicher in der Hand der Heimmannschaft. Gärtringen zwang die Mannschaft von Jens Bertiller in die Defensive: "Wir wollten eigentlich auch die letzten 45 Minuten hoch verteidigen, aber das ging schief", erklärte der Spvgg-Trainer. Somit hatte die Heimmannschaft viel Ballbesitz und spielte sich wieder zahlreiche Chancen heraus. Durch die Offensive des FC Gärtringen entstanden wiederum Räume für Freudenstädter Konter: "Die müssen wir dann eigentlich viel besser ausspielen", ärgerte sich Bertiller nach dem Spiel. Zurück zu den Chancen: In der 77. Minute warf sich Spvgg-Kapitän Pascal Fahrner in einen Schuss von El Arkoubi und rettete zur Ecke. Nach dem Eckball zappelte zwar der Ball im Netz, aber das Tor zählte nicht. Der starke Schiedsrichter Benjamin Schmidt entschied auf Abstoß - der Ball war zuvor im Aus.


El Arkoubi war anderer Meinung und sah wegen Meckerns seine zweite gelbe Karte. Die Nerven der Gärtringer Zuschauer lagen ebenso blank. Trotz weiterer Chancen ihres Teams stand es beim Schlusspfiff 2:0 für die jubelnden Freudenstädter, die ihre Chancen konsequent nutzten.


Spvgg Freudenstadt: Günter, Bodur, D. Ruoff, Seufert, Fahrner, Spissinger, R. Ruoff (62. A. Weimer), Kläger (69. D. Graf), F. Weimer (49. Ade), Remmel, M. Weimer (74. Fischer).