U23 / Marc Züfle im Interview / Südwest Presse!

Der Trainer geht zum Saisonende

Fußball-Kreisliga A1 Marc Züfle verrät im Gespräch, dass er nach dieser Runde die Spvgg Freudenstadt II nicht mehr trainieren wird. Auch sein Co-Trainer hört auf.


SÜDWEST PRESSE: Ihre Mannschaft kam überraschend gut aus den Startlöchern. Hat sich da in der Winterpause etwas Außergewöhnliches getan oder wie erklären Sie sich diesen für Ihre Mannschaft erfreulichen Umstand?


Marc Züfle: Das ist richtig! Mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen können wir mehr als zufrieden sein. Im Vergleich zur Hinrunde hat sich einiges getan. Die Trainingsbeteiligung ist konstant im zweistelligen Bereich und trotz der widrigen Wetterbedingungen konnten wir doch größtenteils trainieren. Auch die Kadersituation mit Studenten und Langzeitverletzten hat sich entspannt - was uns auch qualitativ enorm guttut. Zeitgleich verzeichnete unsere Erstvertretung mehrere Neuzugänge. Somit können aktuell beide Mannschaften aus dem Vollen schöpfen.


Worauf haben Sie die Schwerpunkte in der Trainingsarbeit während der Winterpause gelegt und gab esirgendwelche personellenVeränderungen im Kader?


Im Abstiegskampf den Schwerpunkt zu legen ist nicht schwer. Es geht um das nackte Überleben und das haben die Jungs nun verstanden. Einzelschicksale interessieren in der Kreisliga B niemanden mehr. Qualitativ sind die Jungs immer in der Lage etwas Gutes auf den Platz zu bringen, die Herausforderung bei so vielen jungen Spielern liegt im mentalen Bereich.


Worauf führen Sie es zurück, dass die Vorrunde für die Freudenstädter Zweite doch eher durchwachsen mit wenigen Höhen, aber doch einigen Tiefen, verlaufen ist?


Schon zu Beginn der Runde habe ich die Kaderproblematik angesprochen. Aus ihr resultierte dann jeden Sonntag ein bunt gemischter Haufen aus, zweifelsohne, talentierten junge Spielern der A-Jugend, 2. - und 1. Mannschaft, jedoch konnte man hier nicht von einer eingeschworenen Truppe sprechen. Und dann wird es in einer ausgeglichenen Liga schwer.


Was sind für Sie bis dato dieÜberraschungen im Rundenverlauf und womit hätten Sie am wenigsten gerechnet?


Wenn sie mich fragen würden, was mich nicht überrascht hat, dann würde ich sagen, dass die Aufsteiger mit sehr talentierten jungen Spielern vorne mitmischen und dass die Liga im Allgemeinen sehr ausgeglichen ist.


Wie verläuft die Kooperation mit dem Kader der ersten Mannschaft von Jens Bertiller und wie ist es jeweils geregelt, wer von Ihrer Mannschaft im Landesligateam gerade zum Einsatz kommt?


Die Zusammenarbeit mit Jens und Simon funktioniert tadellos. Wir sprechen uns vor jedem Spieltag ab. Da sich die Kadersituation auch bei der Ersten entspannen konnte, ist es aktuell ein Stück weit herausfordernd jedem Einzelnen gerecht zu werden. So schauen wir, dass jeder Spieler genügend Einsatzzeit bekommt egal ob in der Landesliga oder der Kreisliga.


Die Runde geht in Ihre heiße Phase. Gab es schon Gespräche, ob Sie und Ihr Trainer-Kollege Niko Simeonidis die Freudenstädter Zweite auch in der kommenden Saison betreut?


Bereits vor dem Rückrundenauftakt wurden Gespräche mit uns geführt. Niko und ich sind der Meinung, dass es auch der Entwicklung der Mannschaft guttun könnte, nach fünf Jahren wieder einen neuen Impuls zu bekommen. Auch aus diesem Grund haben wir die Verantwortlichen des Vereins gebeten, sich nach einer neuen Lösung für die neue Runde umzusehen. Unser Ziel ist es so schnell wie möglich, einen Knopf unter den Nichtabstieg machen zu können.